Bluetooth® Low Energy (BLE) Beacon

Erfahren Sie, was BLE Beacons und BLE Beacon Tags sind, wie sie funktionieren und wo sie in Industrie & Logistik eingesetzt werden.

Bluetooth® Low Energy (BLE) Beacons Tags sind kleine Funksender, die in definierten Intervallen Signale aussenden und dadurch Objekte, Orte oder Zonen digital „identifizierbar“ machen. In Auto-ID- und IoT-Szenarien ermöglichen sie u. a. Proximity-Trigger, Zonenerkennung und Asset-Transparenz – ohne aktive Interaktion wie bei klassischen RFID-Reader-Prozessen.

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Was ist ein BLE Beacon Tag?

Bluetooth‑Geräte (z. B. Kopfhörer, Lautsprecher, Fitness‑Tracker) senden fortlaufend kleine Datenpakete aus, damit andere Geräte sie finden können. Das nennt man Bluetooth Advertising. Ein BLE Beacon Tag ist ein kleines Gerät, das per Bluetooth Low Energy regelmäßig eine spezielle Art von Advertising-Signal, sogenannte BLE-Beacons aussendet. Diese Beacons enthalten typischerweise eine eindeutige Kennung (Identifier), die von kompatiblen Empfängern erkannt und einer Aktion oder Information zugeordnet werden kann. Beacons können auch Sensordaten, oder eine URL enthalten und sind nicht an ein bestimmtes Gerät gerichtet, sondern können von allen geeigneten Geräten, ohne vorherige Kopplung empfangen werden.

Zusammengefasst: Ein Beacon ist also ein spezielles Bluetooth LE Datenpaket, das wegen der nicht notwendigen Kopplung, besonders stromsparend bereitgestellt und übertragen werden kann. Daraus resultiert auch eine lange Lebensdauer der Batterie.

Wie funktioniert ein BLE Beacon Tag?

BLE Beacon Tags senden in regelmäßigen Abständen kurze Funksignale, die Beacons. Empfänger in Reichweite können diese Signale mitlesen und abhängig von Systemlogik, App oder Plattform eine Aktion auslösen.

Was ist ein BLE Beacon?

Ein Beacon ist ein über Bluetooth Low Energy ausgesendetes Advertising-Paket, das in regelmäßigen Abständen eine eindeutige Kennung und optional weitere Daten als Broadcast überträgt.

 

Typische Funktionsbausteine:

Funksignale & Identifier

Das Beacon überträgt eine Kennung, die im Backend/der App zugeordnet wird (z. B. Objekt-ID, Zone, Prozessschritt). Häufig werden Standardformate wie iBeacon oder Eddystone-Beacon verwendet.

Energieverbrauch & Batterielaufzeit

BLE ist auf niedrigen Energieverbrauch ausgelegt. Die Laufzeit wird im Wesentlichen beeinflusst durch:

  • Sendeintervall (wie oft gesendet wird)
  • TX-Power (Sendeleistung)
  • Zusatzfunktionen (Sensorik, Bewegungserkennung, Taster)
  • Temperatur/Umgebung und Batteriequalität
Reichweite

Die Funkreichweite hängt stark von Sendeleistung, Montageort, Umgebung (Metall, Beton, Personen, Maschinen) und Empfänger ab. In Innenräumen ist die effektive Reichweite oft geringer als im Freifeld – und bewusst „zonierbar“ (z. B. 2–10 m für Proximity vs. größere Distanzen für Flächendeckung).

Beacon-Typen
  • ID-Beacons: senden primär eine Kennung (für Proximity/Zonen/Asset-Zuordnung).
  • Sensor-Beacons: senden zusätzlich z. B. Temperatur-, Feuchte- oder Bewegungsinformationen (abhängig vom Modell/Setup).

Einsatzgebiete von BLE Beacons Tags

Standortbasierter Service

Hier stellt sich die Frage, ob ein Gerät/Asset in unmittelbarer Nähe ist. Typische Logik: wenn der Beacon in der Nähe des Gateways kommt, wird eine Aktion ausgelöst.

Einsatzgebiete:

  • Check-in/Check-out von Werkzeugen über Nähe-Erkennung, z.B. im Lager
  • Kontextbezogene Hinweise (z. B. Anweisung am Arbeitsplatz)
  • Prozess-Trigger in Montage/Service (z. B. „am Objekt angekommen“)
Lokalisierung in der Logistik

Beacons können genutzt werden, um Zonen abzubilden (z. B. Wareneingang, Puffer, Kommissionierung, Versand). Dabei werden Beacon-Signale von Smartphones, Scannern oder Gateways erfasst; das System entscheidet anhand Signalstärke/Empfang, in welcher Zone sich etwas wahrscheinlich befindet.

Wichtige Hinweise:

  • Zonenlogik ist meist robuster als punktgenaue Ortung.
  • Planung/Positionierung (Dichte, Montage, Störquellen) sind entscheidend.
Asset Monitoring (Objekte/Behälter/Tools)

Im Asset-Kontext werden Beacon Tags als Asset Transponder eingesetzt, um Aufenthalte zu dokumentieren. Besonders interessant ist das Zusammenspiel mit Gateways (z. B. an Toren oder an Ladestationen).

Beispiele:

  • Anwesenheit/Verweildauer in definierten Bereichen
  • Übergaben (z. B. Wechsel zwischen Abteilungen)
  • Zustandsdaten (wenn Sensor-Beacon eingesetzt wird)

Anwendungsbeispiele in Industrie & Logistik

  • Betriebsmittel/Assets finden, zuordnen und Verfügbarkeit/Inventar transparent machen.

  • Sonderladungsträger und Container lokalisieren – inkl. Bereichserkennung und Übergaben (auch Baustellen).

  • Wareneingang → Puffer → Linie → Versand; Produktions- und Lagerzonen (auch temporär) schnell markieren – ohne Infrastrukturumbau.

  • Standortbasierter Service für Instandhaltung (digitale Checklisten/Service-Doku), Qualitätssicherung (Prüfplätze/Prüfmittel) sowie Besucherführung in definierten Bereichen.

Nutzen von BLE Beacon Tags

  • Energieeffizient für Langzeitbetrieb: BLE ist für batteriebetriebene Anwendungen ausgelegt.
  • Flexibel & anpassbar: Sendeintervall und Sendeleistung lassen sich je nach Use Case parametrieren.
  • Breit kompatibel & skalierbar integrierbar: Unterstützt durch Smartphones und viele Industriegeräte; kombinierbar mit Apps, Scannern oder Gateways sowie Backend-Systemen.
  • Schnell installiert & prozessgerecht: Zonenbasierte Erkennung statt Punkt-Ortung (wo ausreichend) – mit geringem Installationsaufwand; optional erweiterbar durch Sensor-Beacons für Zustandsdaten.

Begriffsklärung

  • Funksender, der regelmäßig eine Kennung (und ggf. Sensordaten) ausstrahlt.

  • Empfänger (z. B. Smartphone, Scanner, Gateway), der Beacon-Signale erkennt und weiterverarbeitet.

  • Kennzeichnung am Objekt (hier: Beacon am Betriebsmittel/Behälter), um Zustände/Events zu erfassen.

  • Ein System löst automatisch eine Aktion aus, sobald sich ein Empfänger (z. B. Smartphone, Handheld, Gateway) in die Nähe eines Senders/Transponders (z. B. BLE Beacon) bewegt – oder sich wieder entfernt.

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