Kennzeichnung von Rohren
Eindeutige Identifikation nach DIN 2403 und IEC 61406 – ergänzt durch NFC oder QR-Code – schafft Sicherheit, Transparenz und die Basis für effiziente Wartung.

Mit eindeutiger Kennzeichnung zur effizienten Wartung auf Basis des Digitalen Zwillings
Für effiziente Wartungsarbeiten, müssen alle Rohrleitungen in einer Anlage eindeutig identifizierbar sein. Aus der Prozessindustrie ist hierfür der global gültige Standard IEC 61406 entstanden. Dabei handelt es sich um eine global eindeutige, maschinenlesbare ID, die auf einem physischen Objekt angebracht wird – ähnlich einem Typenschild oder Label.
Damit lassen sich Rohrleitungen einfach identifizieren. Zukünftig könnten mobile Geräte die Rohrleitungen in der Anlage oder entlang der Supply Chain erkennen und Produktionsmitarbeiter direkt vor Ort mit passenden Informationen wie Wartungsplänen oder Standortdaten versorgen.
Rohrkennzeichnung nach DIN 2403
Die eindeutige Kennzeichnung von Armaturen, Rohrleitungen und Behältern ist für einen verständlichen und sicheren Arbeitsablauf essenziell, da die eingesetzten Chemikalien unter Umständen reizend, gesundheitsschädigend, ätzend, umweltgefährdend oder hochentzündlich sind. Rohrleitungsbeschriftungen unterliegen gesetzlichen Normen – die Rohrpfeile informieren über den Durchflussstoff und die Durchflussrichtung. So ist im Ernstfall für Havarien und auch für die regelmäßigen Wartungen sichergestellt, dass alle Beteiligten sich entsprechend orientieren und agieren können.
Die wichtigsten Kriterien für die Rohrleitungskennzeichen in einem Unternehmen sind neben einer Einheitlichkeit der Kennzeichnungen, dass sie den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Darum sollten in allen Betrieben die Rohrleitungen mit Schildern nach DIN 2403 gekennzeichnet werden, da diese sich nicht nur je nach Durchflussstoff farblich unterscheiden, sondern zusätzlich auch noch die Bezeichnung und die festgelegten Kennzeichnungen (in einigen Fällen auch das entsprechende Gefahrensymbol) dieses Stoffes enthalten, sowie dessen Durchflussrichtung mittels eines Pfeiles anzeigen. Diese Rohrkennzeichnung nach DIN 2403 hilft nicht nur Unfälle und Gesundheitsschäden zu vermeiden, sondern trägt auch wirksam zur Brandbekämpfung bei. Angebracht werden sollen diese Rohrleitungskennzeichnungen und Etiketten gut sichtbar jeweils am Anfang, am Ende und an betriebswichtigen Stellen der Rohrleitungen, dies können beispielsweise Flaschen und/oder Ventile sein.
Automatische Identifikation von Rohrleitungen
Die Rohrleitung kann mithilfe von NFC-Tags oder QR-Codes erweitert werden. Diese Technologien ermöglichen es, Daten elektronisch zu erfassen, zu speichern und abzurufen. Die Verknüpfung mit einer eindeutigen ID ist entscheidend, um reibungslose Wartungs- und Verwaltungsprozesse zu gewährleisten. NFC oder QR-Code unterstützen durch eine nahtlose Verbindung zwischen physischen Objekten und digitalen Systemen. Dies fördert die Genauigkeit, Effizienz und Nachverfolgbarkeit in der Ausrüstungsverwaltung und ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur umfassenden Digitalisierung von Betriebsabläufen.

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