Storzdichtung mit RFID-Technologie ermöglicht digitale Schlauchverwaltung bei Feuerwehren
11.08.2026
Oberhaching, August 2026
JMW Fire zählt zu den führenden Herstellern von Feuerwehrarmaturen und Storz-Kupplungen in Europa – getragen von einer über 100-jährigen Familientradition in der Herstellung von Brandschutzlösungen. Das Unternehmen beliefert Feuerwehren, Kommunen, kritische Infrastrukturen sowie Industriekunden in mehr als 50 Ländern weltweit. Auf Basis dieser langjährigen Expertise hat JMW Fire gemeinsam mit RFID-Spezialist smart-TEC eine Lösung entwickelt, die die digitale Identifikation und Verwaltung von Feuerwehrschläuchen und Armaturen vereinfacht: die Storzdichtung mit integrierter RFID-Technologie.
Die Digitalisierung hält zunehmend Einzug in die Feuerwehren. Mit der RFID-Storzdichtung steht nun eine weitere Lösung zur Verfügung, die die eindeutige Identifikation und digitale Verwaltung von Feuerwehrschläuchen und Armaturen dauerhaft ermöglicht. Die Besonderheit: Der RFID-Chip befindet sich direkt in der Storzdichtung und ist damit zuverlässig vor äußeren Einflüssen geschützt.
Klassische Kennzeichnungen stoßen an ihre Grenzen
Feuerwehrschläuche müssen regelmäßig geprüft und gewartet werden. Für eine nachvollziehbare Dokumentation ist die eindeutige Identifikation jedes einzelnen Schlauchs notwendig. Bisher kommen hierfür häufig Barcodes oder QR-Codes zum Einsatz. Diese Kennzeichnungen können jedoch durch Schmutz, Wasser, Hitze oder Abrieb beschädigt werden und mit der Zeit unleserlich werden.
Die RFID-Storzdichtung verfolgt einen neuen Ansatz. Der RFID-Transponder wird direkt in die Dichtung der Storz-Kupplung integriert und befindet sich dadurch an einer geschützten Position innerhalb des Verbindungssystems. Die Identifikation erfolgt über ein handelsübliches UHF-RFID-Lesegerät durch die offene Kupplungsseite. Der derzeit erzielbare Leseabstand liegt bei mehreren Zentimetern.
Einfache Nachrüstung für Schläuche und Armaturen
Neben Feuerwehrschläuchen eignet sich die RFID-Storzdichtung auch für die Kennzeichnung von Armaturen wie Turbospritzen oder anderen Feuerlöscharmaturen. Dadurch lassen sich nicht nur Schläuche, sondern auch weitere Ausrüstungsgegenstände digital erfassen und inventarisieren.
Ein wesentlicher Vorteil der Lösung liegt in der einfachen Nachrüstung. Bestehende Systeme können ohne aufwendige Umbauten digitalisiert werden, indem die vorhandene Dichtung gegen eine Storzdichtung mit RFID ausgetauscht wird.
Pilotprojekte bereits im Einsatz
Die RFID-Storzdichtung ist für Kupplungssysteme nach DIN 14333, DIN 14334 und DIN 14335 verfügbar und kann je nach Anforderung in unterschiedlichen Elastomerwerkstoffen gefertigt werden. Die Lebensdauer entspricht dabei einer herkömmlichen Storzdichtung.
Mit der RFID-Storzdichtung erhalten Feuerwehren eine robuste und zukunftssichere Möglichkeit, Wartungs- und Prüfprozesse digital abzubilden, Inventarisierungsaufgaben zu vereinfachen und die Einsatzbereitschaft ihrer Ausrüstung langfristig transparent zu dokumentieren.




